Brandereignis in Innsbruck

Am 16. Dezember 2019 gegen 06:50 Uhr kam es bei einem Einfamilienhaus in Innsbruck zu einem Zimmerbrand. Die Berufsfeuerwehr Innsbruck mit 5 Fahrzeugen und 20 Mann sowie die Freiwillige Feuerwehr Hötting mit 4 Fahrzeugen und 28 Mann konnten den Zimmerbrand unter dem Einsatz von schwerem Atemschutz erfolgreich eindämmen und ein Übergreifen auf weitere Räumlichkeiten und den Dachstuhl verhindern.

Noch vor dem Eintreffen der Feuerwehren wurde ein zufällig auf einem angrenzenden Grundstück anwesender, 26-jähriger Bauarbeiter auf den Brand aufmerksam und begab sich in das bereits stark verrauchte Gebäude. Dort traf er auf die, bereits durch den Rauch beeinträchtigte, 51-jährige Eigentümerin und konnte diese aus dem Gebäude retten. Die Frau, welche sich alleine im Gebäude befand und ein weiterer, ebenfalls zur Hilfe kommender, 18-jähriger Österreicher wurden wegen des Verdachts einer Rauchgasvergiftung in die Klinik Innsbruck eingeliefert und dort ambulant behandelt.

Im Zuge der Brandursachenermittlung konnte erhoben werden, dass das Feuer im Bereich des Schlafzimmers im Hochparterre ausgebrochen sein dürfte. Nach derzeitigem Ermittlungsstand kann eine technische Ursache für die Brandentstehung ausgeschlossen werden. Im gesamten Gebäude verteilt waren eine größere Anzahl an Kerzen angezündet und auf den unterschiedlichsten Einrichtungsgegenständen abgestellt. Nach Abschluss der Brandursachenermittlungen muss daher mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit von einer fahrlässigen Herbeiführung des Brandes ausgegangen werden. Durch das Feuer entstand ein Sachschaden, welcher im unteren 6-stelligen Eurobereich liegen dürfte. Aufgrund der massiven Zerstörung wurde von der Bau- und Feuerpolizei für das Einfamilienhaus ein Benützungsverbot verhängt.

Fotos: zeitungsfotos.at