26. Bewerb um das FLA Gold

63 Feuerwehrmitglieder erreichen das Leistungsabzeichen in Gold: "Feuerwehrmatura geschafft!"

Umfassendes Feuerwehr-Fachwissen, Führungsqualitäten, Verständnis für Einsatztaktik und vorbildliches Verhalten vor der Gruppe sind die Anforderungen, welche beim Bewerb um das Feuerwehr-Leistungsabzeichen "Gold" von den Bewerbsteilnehmern gefordert werden. Bereits zum 26. Mal fand an der Landes-Feuerwehrschule Telfs dieser Einzelbewerb statt und am Ende jubelten 63 Teilnehmerinnen und Teilnehmer über das geschaffte Abzeichen und die somit bestandene "Feuerwehrmatura"!

Monatelange Vorbereitungen

Das Feuerwehr-Leistungsabzeichen in Gold umfasst als Einzelbewerb sieben verschiedene Stationen, an welchen den Teilnehmern unterschiedliche Aufgaben gestellt werden. Vom Formulieren und Geben von Befehlen über das Berechnen, Ermitteln und Entscheiden im Löscheinsatz bis hin zum Lesen von Brandschutzplänen, der Ausbildung in der Feuerwehr und dem Führen einer Gruppe wird an den Stationen viel Feuerwehr-Know-how abverlangt. Zudem heißt es 300 Theorie-Fragen zum Feuerwehrwesen zu beherrschen. Daher bereiten sich die Teilnehmer meist über mehrere Monate auf diesen Bewerb vor.
"Die neuen Schulungsvideos zu allen Stationen, das gemeinsame Lernforum und die Infowebinare haben die Teilnehmer optimal vorbereitet, da sie Themen immer wieder durcharbeiten können, wann und wo sie möchten", fasst Landesbewerbsleiter BR Jörg Degenhart die neue, digitalisierte Form der Vorbereitung zusammen. Landes-Bewerbsleiter-Stv. BI Ernst Kuen unterstreicht diesen Aufwand: "Zwischen 5 bis 8 Monate vorher beginnen die Vorbereitungen der Teilnehmer, um an diesem Tag alles zu geben - der lange Bewerbstag erfordert zudem höchste Konzentration und Ausdauer, um am Ende alle Stationen mit Erfolg abzuschließen!"
Beide sind stolz, dass das Niveau unter den Teilnehmern sehr hoch war und nur wenige das Bewerbsziel nicht erreichen konnten, wenn auch meist leider sehr knapp.

Glücklich und sichtlich geschafft nach dem Bewerb

Der lange Bewerbstag zährt an den Kräften: "Dadurch, dass in jeder Station etwas daneben gehen kann, bleibt man den ganzen Tag nervös und angespannt, bis man in den Stationen wieder das Erlernte und Geübte konzentriert abrufen muss. Ich bin jedoch froh, dass es ganz gut gelaufen ist und sich die Vorbereitungen ausgezahlt haben", fasst die erfolgreiche Teilnehmerin LM Susanne Müller (FF Patsch) den Bewerbstag zusammen.

Vom nervenaufreibenden Bewerb erzählt auch BM Marcel Kreidl (FF Tux): "Der Bewerb ist spannend und macht Spaß! Die Vorbereitungen waren zwar sehr intensiv, aber am Ende machen das Gefühl und der Erfolg, das Leistungsabzeichen endlich in den Händen zu halten, all die Anstrengung und Anspannung wieder weg!"

63 neue "Goldene" Träger des Leistungsabzeichens

Bedingt durch die Pandemie wurde der Bewerb auf zwei Tage aufgeteilt und mit einem Festakt sowie der Überreichung der Leistungsabzeichen und Urkunden am Samstagabend abgeschlossen. So ließ Landes-Bewerbsleiter BR Jörg Degenhart am Vorplatz der Landes-Feuerwehrschule die Formation mit 63 erfolgreichen Teilnehmern, dem Bewerterteam, den anwesenden Bezirksfunktionären und Kommandanten der Feuerwehren und den Ehrengästen LAbg. MMag.a Dr.in Cornelia Hagele und TIWAG Vorstandsdirektor Dipl.-Ing. Johann Herdina antreten.

In den Ansprachen betonte Landes-Feuerwehrkommandant LBD Ing. Peter Hölzl den Stellenwert dieses Leistungsabzeichens: "Die höchste Stufe des Feuerwehr-Leistungsabzeichens zu erreichen bedarf viel Ehrgeiz, Zeit, Anstrengung und Willen, sich vorzubereiten und letztlich den Aufgaben zu stellen. Ich bin stolz, dass auch heuer wieder 63 Feuerwehrfrauen und -männer das Abzeichen mit Erfolg erreicht haben, damit bestens ausgebildete Einsatzkräfte in ihren Feuerwehren darstellen, Führungsaufgaben übernehmen und ihr Fachwissen an die Kameradinnen und Kameraden weitergeben."

Landes-Feuerwehrinspektor DI Alfons Gruber bezeichnet das Leistungsabzeichen in "Gold" als einen der Höhepunkte und wichtigen Schritt im Ausbildungswesen eines Feuerwehrmitgliedes: "Man befasst sich im Rahmen der Ausbildung für dieses Leistungsabzeichen mit vielen Themen des Feuerwehrwesens und kann dadurch Lagebeurteilungen und Entscheidungen besser treffen und sich in der Feuerwehr einbringen."

LAbg. MMag.a Dr.in Cornelia Hagele überbrachte die Grußworte und die Anerkennung des Landes Tirol für die großartigen Leistungen aller Teilnehmer. Sie unterstreicht ebenfalls "die große Bereitschaft aller Teilnehmer, sich diesem Bewerb zu stellen, sich auszubilden und in Notsituationen für die Bevölkerung da zu sein sowie schnell die richtigen Entscheidungen zu treffen!"

Groß war die Spannung bei der Bekanntgabe der Sieger des Bewerbes:
Mit 253 Punkten und 18 Zeitgutpunkten führte BM Florian Golmayer (FF Strassen) als punktebester Teilnehmer die Rangliste an und gewann als Sieger die begehrte Plakette für den punktestärksten Teilnehmer. Knapp hinter ihm mit 252 Punkten und 24 Zeitgutpunkten OV Philipp Kiechl (FF Wildermieming) auf dem 2. Rang und mit 252 Punkten und 21 Zeitgutpunkten OFM Florian Eckhart (FF Prutz) als Drittplatzierte.

v.l.n.r.: 2. Rang Philipp Kiechl (FF Wildermieming), 1. Rang Florian Golmayer (FF Strassen), 3. Rang Florian Eckhart (FF Prutz)
v.l.n.r. Landes-Bewerbsleiter Jörg Degenhart, Landes-Feuerwehrkommandant Peter Hölzl, LAbg Cornelia Hagele, 2. Philipp Kiechl, 1. Florian Golmayer, 3. Florian Eckhart, Landes-Feuerwehrinspektor Alfons Gruber, Landes-Feuerwehrkommandant-Stellvertreter Hannes Mayr
Schlussveranstaltung am Vorplatz der LFS Tirol

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Bericht/Bilder: LFV/Wegscheider