Waldbrand in Griechenland

Infoseite mit Beiträgen und Videos: Tiroler Einsatzkräfte unterstützen bei den Löscharbeiten in Griechenland!

20.08.2021
Zweites Team aus Tirol im Einsatz

Nach dem Abbau der Base of Operations ging es Mittwoch Abend in Patras auf die Fähre und gestern Donnerstag vom Hafen Ancona in Richtung Heimat! Kurz nach 03:00 morgens trafen die Kameraden der zweiten Einsatzgruppe wohlbehalten mit ihrem Löschfahrzeug wieder in Telfs an der Landes-Feuerwehrschule Tirol ein! Wir sagen Danke an alle zehn Feuerwehrkameraden, die in Griechenland bei den Löscharbeiten mitgearbeitet & alle, die diesen Einsatz ermöglicht und unterstützt haben! Wir freuen uns, dass nun alle gesund von ihrem Einsatz wieder zu Hause sind!

19.08.2021
Zweites Team aus Tirol im Einsatz

Auch in der zweiten Woche des Waldbrandeinsatzes in Griechenland gingen die Löscharbeiten weiter. Nachdem am Sonntag die Ablöse im Salzburger Modul erfolgte, übernahmen die Feuerwehrkameraden Florian Stecher (FF Landeck), Thomas Wechner (FF Reutte), Michael Wex (FF Schwaz), Gottried Islitzer (FF Prägraten) und Christian Ihrenberger (FF Scharnitz) das Tiroler Löschfahrzeug und führten den Einsatz fort.

14.08.2021
Feuerwehrdrohne aus Tirol erleichtert den Einsatz in Griechenland

Eine Drohne mit modernster Software hilft den Einsatzkräften in Griechenland, um frühzeitig Glutnester zu erkennen und zu bekämpfen. 

Nachhaltige Sicherheit

Zahlreiche Einsatzkräfte aus Salzburg und Tirol sind derzeit in Griechenland mit dem Waldbrand-Modul GFFFV Austria im Einsatz und unterstützen mit modernster Technik die aufwändigen und kräfteraubenden Nachlöscharbeiten im Schadensgebiet rund um die antike Stadt Olympia. Das dem Salzburger Modul (mit fünf Tiroler Feuerwehrkameraden) anvertraute Gebiet umfasst 10.000 Hektar mit extrem exponiertem und unwegsamem Gelände. „Nachdem das Flammen Inferno bereits gelöscht ist und die zum Teil evakuierten Bewohner wieder in ihre Dörfer zurückgekehrt sind, gilt es „nachhaltig Sicherheit“ zu vermitteln“, erklärt der Salzburger Team Leader Carlo Vanzini. „Am wichtigsten ist es, die vielen noch vorhandenen Glutnester frühzeitig zu erkennen und zu bekämpfen, bevor die Flammen wieder auflodern.“

Kräfteraubender Einsatz in steilem Gelände

Tiroler Feuerwehrdrohne unterstützt bei Tag und bei Nacht

Für die frühzeitige Erkennung sämtlicher Glutnester wird die Drohne der FF Landeck mit modernster Software eingesetzt, mit der mittels Kamera und Wärmebildkamera die Gegend erkundet wird und die Bodentruppen, als auch die eingesetzten Fahrzeuge und die verfügbare Flugunterstützung zielgerecht geleitet werden. Seit Ankunft der Mannschaft konnte die Drohne bereits mehrere „Hotspots“ ausfindig machen und hat bereits etliche Flugstunden hinter sich. Das Kamerabild der Drohne wird über einen Livestream in Echtzeit zum Bediener in das Einsatzleitfahrzeug übertragen, um auch in der Einsatzleitung jederzeit einen Überblick über die Lage zu gewährleisten. Vor allem in der Nacht erleichtert diese Technik den Einsatz und macht eine Arbeit in den Nachtstunden und somit auch den Schichtbetrieb überhaupt erst möglich.

Die Tiroler Feuerwehrdrohne unterstützt die Löscharbeiten aus der Luft 
In der Einsatzleitung werden die Drohnenbilder live mitverfolgt und Entscheidungen über den weiteren Einsatz getroffen

Bundesländerübergreifender Einsatz & Weiterentwicklung der Waldbrandbekämpfung

„Die bundesländerübergreifende Zusammenarbeit zwischen Salzburg und Tirol funktioniert perfekt. Auf der einen Seite unser Team aus Salzburg und auf der anderen Seite die Drohne samt unterstützender Software mit geschulter Mannschaft aus Tirol. Ein vorbildlicher Einsatz der für rasche Hilfeleistung im Ausland sorgt.“, so der Salzburger Landesfeuerwehrkommandant Günter Trinker.

Auch der Tiroler Landes-Feuerwehrkommandant Ing. Peter Hölzl unterstützt die Zusammenarbeit in Griechenland: "Nachdem wir uns in Tirol seit über 30 Jahren mit der Waldbrandbekämpfung beschäftigen, ist es selbstverständlich, dass wir das Salzburger Waldbrand-Modul mit unserem Know-how und den Möglichkeiten der Feuerwehrdrohne unterstützen. Zugleich können unsere Kameraden dabei wertvolle, internationale Einsatzerfahrung sammeln und diese anschließend in die Weiterentwicklung der Waldbrandbekämpfung in Österreich einbringen."

Hoher Lernfaktor

Vom Lernfaktor berichtet auch Jörg Degenhart, Leiter des Sachgebiets Flugdienst und Waldbrandbekämpfung im Österreichischen Bundesfeuerwehrverband: „Gerade die Glutnester im Boden können bei entsprechendem Wind schnell ein Spotfeuer auslösen und die Brände neu entfachen. Durch punktgenaue GPS-Lokalisierung durch die Tiroler Drohne und Koordinaten-Einweisung der Bodentrupps haben wir schon viele Glutnester entfernt – zum Schutz der Anwohner, die sich mehr als dankbar und gastfreundlich über unseren Einsatz zeigen.“

Anstrengender Einsatz und Ablöse

"Der Einsatz im teils steilen Gelände verbunden mit der trockenen Hitze und der Wärmeentwicklung, die von den Glutnestern ausgeht, erschweren die Arbeit, die unter der Schutzausrüstung den Temperaturlevel nochmals ansteigen lässt. Pausen und viel Trinken ist hier die Devise - von der SAN-Einheit werden auch die entsprechenden Mineralien zur Verfügung gestellt, dass man auf den täglichen Bedarf kommt", berichtet Georg Crepaz vom anstrengenden Einsatz.

Mit heute Samstag erfolgt ein Austausch der Mannschaft vor Ort, die dann den zweiten Teil des Unterstützungseinsatzes in Griechenland absolviert.

Der Löschrucksack mit 20l Wasserinhalt ist ein äußerst effektives Löschmittel in der Bodenbrandbekämpfung

12.08.2021
Abfahrt von Patras in das Einsatzgebiet - Base of Operations aufgebaut - erster kleiner Einsatz

Nach Ankunft der Fähre in Patras gestern Abend verbrachten die Einsatzkräfte die Nacht in einem Hotel im Hafengebiet, bevor es heute Früh Richtung Tripolis in das Einsatzgebiet ging. Die "Base of Operations" wurde in der Ortschaft "Lalas" aufgeschlagen und es wurden bereits erste Erkundungen und kleinere Einsätze durchgeführt.

Begrüßung unter Applaus der Touristen im Hafen

Gegen 22:15 konnten eine erfolgreiche Ausschiffung der Fahrzeuge und der Mannschaft vermeldet und die Fahrzeuge am Hafengelände abgestellt werden. Wie froh man in Griechenland über die Ankunft der Hilfseinheit war, hörte man bereits am Applaus einiger Touristen im Hafen, die auf die Abreise warteten und während ihres Aufenthalts teilweise die Brände live miterlebten. Übernachtet wurde anschließend in einem Hotel im Hafengelände, bevor es am frühen Morgen in Richtung Tripolis in das Einsatzgebiet ging. Nach der morgendlichen Befehlsausgabe um 05:50 setzte sich der Konvoi unter Polizeibegleitung in Fahrt und entlang der Straßen zeigte sich erstmals das Ausmaß der Zerstörung: Die Brände richteten an den Wäldern und der Vegetation großflächige Schäden an und auf weite Sicht waren oftmals nur Asche und verbrannte Baumstümpfe zu erkennen.

Base of Operations in Lalas aufgeschlagen

Im Umkreis des griechischen Ortes Lalas im nordwestlichen Teil des Peloponnes nahe der antiken Stadt Olympia befinden sich lt. Google Maps mehrere Brandstellen. Nachdem die Ortschaft erreicht und die Base of Operations eingerichtet wurden, folgte gemeinsam mit den griechischen Verbindungsoffizieren eine detaillierte Erkundung der Lage, welche auch durch die Drohne der Feuerwehr Landeck aus der Luft unterstützt wurde.
Gemeinsam mit den griechischen Behörden wurden mehrere Hotspots im Gelände identifiziert und die Positionsdaten an die Bodentrupps zur Bekämpfung weitergegeben.

Erster Einsatz für Tiroler Feuerwehrkräfte

Auch für die Besatzung des Tiroler Rüstlöschfahrzeuges gab es einen ersten Einsatz. In etwa 3-4 km Entfernung der Base of Operations glimmte und rauchte in einem Südhang ein Baumstumpf, der von den Tiroler Feuerwehrmännern fachgerecht abgelöscht wurde und um die Gefahr eines Wiederaufflammens endgültig zu bannen wurden unter der starken Hitze des griechischen Sommers die Glutnester im Boden umgegraben und abgelöscht. Ein Einsatz, der in kurzer Zeit abgearbeitet war.
Besonders zu schaffen macht den Einsatzkräften jedoch die Hitze in Kombination mit dem trockenen Wind und der anstrengenden Arbeit im Gelände: "Nach den 20 Minuten im Hang ist ein 0.5l Mineralwasserflaschl weg wie nix", sagt Georg Crepaz, der die Gruppe an der Einsatzstelle anführte.

11.08.2021
Route erfolgreich auf das Schiff verlegt und aktuell auf direktem Weg nach Griechenland

In den frühen Abendstunden erfolgte gestern die Verladung der Einsatzfahrzeuge auf die Fähre und die fünf Tiroler gingen mit den Salzburger Kollegen an Bord. Mit Stand 15:00 befindet sich die Fähre östlich der Insel Korfu im Hafen von Igoumenitsa und man rechnet mit einem Eintreffen im Hafen von Patras gegen 21:00 Ortszeit.

Weitere 911 Kilometer werden auf dem Schiff zurückgelegt

Nach der Ankunft im Hafen von Ancona wurde gestern Abend das Rüstlöschfahrzeug der Tiroler Feuerwehrmänner gemeinsam mit den Fahrzeugen der Salzburger Kollegen und einer Zivilschutzeinheit aus Frankreich auf die Fähre "Olympic Champion" verladen und das Schiff mit den Einsatzkräften setzte den Kurs in Richtung Süden.

Aktuell (Stand: 15:00) befindet sich das Schiff im Hafen von Igoumenitsa, wo die Fähre einen kleinen Zwischenhalt einlegt.

Die Ankunft im Zielhafen von Patras wird gegen 21:00 Ortszeit erwartet und nachdem alle Einsatzkräfte und Fahrzeuge von Bord sind, werden sie von den griechischen Behörden in Empfang genommen und in ihr Einsatzgebiet begleitet.

Einsatzgebiet noch in Abklärung

Wo genau sich das Einsatzgebiet befindet und welche Aufgaben die Feuerwehrmitglieder erwartet, wird noch mit den griechischen Behörden abgeklärt. Spätestens bei der Ankunft in Patras werden dazu weitere Informationen vorliegen.


10.08.2021
Tiroler Feuerwehrkräfte kommen nach über 19h und knapp 1.000 km Fahrt in Ancona an

Die fünf Feuerwehrmänner, die gemeinsam mit dem LFV Salzburg unterwegs zum Unterstützungseinsatz bei den Waldbränden in Griechenland sind, haben nach über 19 Stunden Fahrzeit und rund 1.000 zurückgelegten Kilometern den Hafen von Ancona erreicht.

Fahrt im Konvoi mit 12 Fahrzeugen

Nach dem Treffpunkt gestern Montag in Salzburg, einer Sicherheitsunterweisung und Vorbesprechung zum Einsatz startete am Nachmittag der Konvoi, bestehend aus 12 Fahrzeugen, darunter vier Tanklöschfahrzeuge, und 39 Einsatzkräfte der Tiroler und Salzburger Feuerwehren in Richtung Hafen von Ancona.
Schlaf und Erholung zu finden ist in den ansonsten für Kurzstrecken gebauten Feuerwehrfahrzeugen erschwert - dennoch gelang es auch unseren fünf Tiroler Feuerwehrmitgliedern, die insgesamt über 1.000 km lange Fahrt von Telfs über Salzburg bis Ancona sicher und angenehm zu absolvieren, sich in mehreren Pausen und Tankstopps die Füße zu vertreten und die Salzburger Kollegen kennenzulernen, die mit ihnen gemeinsam in Griechenland in den Einsatz gehen werden.

Nächste Etappe per Fähre beginnt in den Abendstunden

Bis zur Verladung der Fahrzeuge auf der Fähre und dem Antreten der nächsten 23h Etappe auf dem Schiff bis Patras/Griechenland werden noch ein paar Stunden vergehen, die Abfahrt ist für ca. 19:00 avisiert. Auf der Fähre stehen Ruheräume bereit, um sich dort noch ein wenig auszuschlafen, bevor nach der langen Überfahrt am Mittwoch-Abend gegen 20:30 erstmals griechischer Boden betreten wird.

Nach wie vor sind die Tiroler Feuerwehrmänner top motiviert, die örtlichen Einsatzkräfte in Griechenland tatkräftig zu unterstützen - das überwältigende Feedback in den Social Medias, in zahlreichen persönlichen Nachrichten, Anrufen und Wünschen für einen erfolgreichen und sicheren Einsatz pushen die Motivation nochmals enorm.



09.08.2021
Tiroler Einsatzkräfte unterstützen Waldbrandbekämpfung in Griechenland

Fünf Feuerwehrmänner aus Tirol befinden sich gerade auf dem Weg nach Griechenland, um dort mit ihrem Fachwissen und Spezialausrüstung für die Waldbrandbekämpfung die Löschmaßnahmen vor Ort zu unterstützen.

Entsendung gemeinsam mit dem GFFFV Modul des LFV Salzburg

Das Innenministerium reagierte auf ein Hilfegesuch der griechischen Regierung, welches den EU Zivilschutzmechanismus für Griechenland aktivierte und um Unterstützung bei der Bekämpfung der verheerenden Waldbrände ersuchte. Seitens des Landes-Feuerwehrverband Salzburg ist ein „Ground Forest Firefighting – Modul“ für derartige Einsätze gemeldet und dieses wurde durch das Innenministerium angefragt.
Unterstützt werden die Salzburger Einsatzkräfte bei diesem internationalen Einsatz im Rahmen des "Union Civil Protection Mechanism" der EU durch fünf Feuerwehrmitglieder aus Tirol, welche mit einem Rüstlöschfahrzeug und zusätzlichem Spezialequipment zur Waldbrandbekämpfung ebenfalls die Reise nach Griechenland antreten.

Die fünf Feuerwehrmänner Julian Hammerle, Christian Mayer, Georg Crepaz, Lukas Kaufmann und Jörg Degenhart werden von Schulleiter Georg Waldhart verabschiedet (v.l.n.r.)

Kurzfristiger Einsatz

Die Reisetaschen mit Einsatzbekleidung und persönlichen Gegenständen galt es dabei schnell zu packen. Am Sonntag erfolgte die Anforderung, heute Montag bereits die Abreise. Mit BR Jörg Degenhart wurde auch der Leiter des ÖBFV Sachgebiets für Waldbrandbekämpfung und Flugdienst entsandt, ebenso OBI Georg Crepaz, der als Ausbilder an der Landes-Feuerwehrschule tätig ist. Mit an Bord des Löschfahrzeuges sind seitens der Freiwilligen Feuerwehr Landeck auch der Kommandant HBI Christian Mayer und Feuerwehrmann OFM Julian Hammerle, sowie Gruppenkommandant LM Lukas Kaufmann von der Freiwilligen Feuerwehr Zirl. 

Die fünf Kameraden sind bestens ausgebildete Einsatzkräfte für die Waldbrandbekämpfung, sowohl im Flugdienst (Unterstützung Löschmaßnahmen aus der Luft) als auch der Bodenbrandbekämpfung und bringen viel Einsatzerfahrung von Waldbränden in Tirol mit. Welchen Herausforderungen sich die Feuerwehrmänner bei den Waldbränden in dieser Dimension, wie sie derzeit in Griechenland herrschen, stellen müssen, wird sich in den nächsten Tagen zeigen.

Bestens gerüstet und motiviert, tatkräftig anzupacken ist man jedenfalls bereits bei der Abreise, wie Jörg Degenhart schildert: "Wir haben jede freie Stelle im Fahrzeug genutzt, um unsere Ausrüstung für die Waldbrandbekämpfung unterzubringen und uns damit bestmöglich auf die voraussichtlichen Einsatzszenarien vorzubereiten. Der genaue Einsatzort und die genauen Aufgaben für uns sind noch in Abklärung mit den Behörden in Griechenland, wir sind jedoch zuversichtlich uns schnell auf die Gegebenheiten einzustellen und möglichst schnell nach Ankunft in den Einsatz zu gehen."

Tiroler Einsatz ist selbstverständlich

Dass die Tiroler Einsatzkräfte auf Anfrage der Salzburger Kameraden mit ihrem Knowhow und zusätzlicher Ausrüstung zur Unterstützung bereitstehen, ist für Landes-Feuerwehrkommandant Ing. Peter Hölzl klar. Innerhalb kurzer Zeit wurden daher die notwendige Ausrüstung und persönlichen Gegenstände für die kommende Woche gepackt und verladen - dazu wurde auch jede freie Stelle im Fahrzeug genutzt. Die Tiroler Kameraden werden nicht nur bei den Löschmaßnahmen unterstützen, sondern auch wertvolle Einsatzerfahrung in internationalem Umfeld sammeln.
Nach einer Woche ist eine Ablöse der Mannschaft vor Ort geplant, die Details dazu sind noch in Ausarbeitung.