... weil wir für euch durchs Feuer gehen!

Das Forum 2 der Messe Innsbruck war beim schon traditionellen Sicherheitsempfang des Landes Tirol bis auf den letzten Platz gefüllt: Auf Einladung von LH Günther Platter fanden sich Hunderte Einsatzkräfte der Polizei, Rettung, Bundesheer, Feuerwehr, Berg- und Wasserrettung ein, um gemeinsam das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen, gemeisterte Herausforderungen zu analysieren und vor allem, um den wichtigen persönlichen Kontakt zwischen den Einsatzkräften zu stärken.    

Im Fokus des Abends stand auch das Sicherheitsgefühl der Tiroler Bevölkerung: In seiner Ansprache betonte der Landeshauptmann, man müsse das vorhandene Unsicherheitsgefühl der Menschen ernst nehmen und an der Verbesserung des Sicherheitsgefühls weiter arbeiten: „Mit dem Sicherheitsempfang wollen wir einmal mehr den besonderen Stellenwert unserer Einsatzkräfte betonen und ihnen ein herzliches Dankeschön für ihr hervorragendes Engagement und die ausgezeichnete Zusammenarbeit aussprechen - bei Naturereignissen genauso wie bei Großveranstaltungen oder anderen kleinen und großen Ereignissen im ganzen Land“, erklärte LH Platter, dass Tirol in Anbetracht der Statistik als sehr sicheres Land gelte. Das sei nicht zuletzt auf „die unverzichtbare Arbeit der Einsatzorganisationen zurückzuführen.“

LH Günther Platter ist überzeugt: "Tirol ist ein sicheres Land!"

Um die Sicherheit in Tirol auch künftig bestmöglich zu gewährleisten, fordert LH Platter: „Es ist mein großes Anliegen in der Politik, an der generellen Sicherheitslage und besonders an einem stabilen Sicherheitsgefühl weiter zu arbeiten.“

Auch Innsbrucks Bischof Hermann Glettler richtete das Wort an die Anwesenden: „Die Sicherheit eines Dorfes oder eines Stadtteils lässt sich nicht allein durch äußere Faktoren wie Verbotszonen, Polizeipräsenz, Strafandrohungen etc. erhöhen, sondern hängt wesentlich auch vom sozialen Zusammenhalt der Gesellschaft ab.“ Der Innsbrucker Diözesanbischof stellte damit klar, dass die notwendige Sicherheit für die Bevölkerung nicht nur ein „konsumierbares Service“ sein kann, sondern wesentlich auch vom Engagement jedes einzelnen abhängt: „Entscheidend ist, dass sich Menschen miteinander verbunden fühlen und von belastbaren Beziehungsnetzen getragen sind. Damit lassen sich Konflikte und Stresssituationen in einer gewaltfreien Weise lösen.“

 „Unser Katastrophenmanagement funktioniert“, bedankte sich Sicherheitsreferent LHStv Josef Geisler bei allen Einsatzkräften und beteiligten Organisationen. „Auch wenn wir immer wieder mit Naturereignissen konfrontiert sind: Tirol ist ein sicheres Land“, ist LHStv Geisler überzeugt. Besonders wichtig ist für den Sicherheitsreferenten, dass es viele junge Menschen gibt, die bereit sind, sich in den Einsatzorganisationen zu engagieren und einen Beitrag zu einem sicheren Tirol zu leisten."

Neben den Sicherheitsschwerpunkten des Jahres 2020 war es auch der Rückblick auf Naturereignisse und den damit einhergehenden Herausforderungen, die die Anwesenden ins Auge fassten. Das Jahr 2019 hat im Jänner mit anhaltenden Starkschneefällen, Straßensperren, Stromausfällen und großer Lawinengefahr begonnen. Im Juni gab es eine kritische Hochwassersituation wegen der großen Mengen an Schmelzwasser und des hohen Grundwasserspiegels. Und im November hat ein Wintereinbruch in Osttirol die Einsatzkräfte und auch die Bevölkerung gefordert.

LFK LBD Ing. Peter Hölzl war in der ersten Interviewrunde gemeinsam mit Landespolizeidirektor Edelbert Kohler, Militärkommandant Herbert Bauer und Andreas Karl (GF Rettungsdienst Tirol) am Podium: „Das vergangene Jahr stand im Zeichen großer Katastrophenübungen. Die Tiroler Feuerwehren beteiligten sich an der bundesweiten Großübung „LENTIA 2019“ in Oberösterreich. In unserem Bundesland waren bei der Landes-Feuerwehr-Katastrophenübung (AETOS) die Bezirke gefordert, unsere KAT-Züge für ein Szenario vorzubereiten und aktiv zu beüben. Die Wichtigkeit derartiger Übungen wurde nur kurze Zeit später bei den schweren Unwettern vor allem in Osttirol, aber auch in anderen Bezirken bestätigt." Die weiteren Schwerpunkte im heurigen Jahr werden u. a. auf dem österreichischen Kompetenzzentrum für Tunneleinsätze in der LFS Tirol sowie auf neueste Entwicklungen auf technischem Sektor liegen, so der Landes-Feuerwehrkommandant weiter. "Die Feuerwehren sind nicht nur in Brandfällen, sondern für alle Einsätze bestens gerütet. Motivation und eine fundierte Ausbildung sind der Garant, dass sich die Bevölkerung in jedem Notfall auf professionelle Hilfe verlassen kann!"

"Junge Kräfte der Einsatzorganisationen" standen ebenso im Mittelpunkt. In einer Videosequenz vervollständigten Mitglieder die Vorgabe "Tirol ist ein sicheres Land" mit auf die jeweilige Organisation passende Endungen. Für den LFV Tirol stand LM Susanne Müller von der Freiwilligen Feuerwehr Patsch vor der Kamera. Ihr beeindruckendes Statement: "Tirol ist ein sicheres Land, weil wir für euch durchs Feuer gehen!"

Bericht und Fotos: LFV Tirol/Hassl