Großbrand in Breitenbach

In der Nacht auf den 08.03.2019 heulten in Breitenbach um 00:44 Uhr die Sirenen. Im 1. Stock eines Mehrfamilienhauses war ein Brand ausgebrochen

Bei der Anfahrt zum Brandobjekt stellte sich heraus, dass bereits der hintere Dachstuhl in Vollbrand stand. Nach Evakuierung der Bewohner wurde sofort mit einem Zangen- und Innenangriff mit schwerem Atemschutzes begonnen. Nach Befragungen der Anwohner wurde klar, dass eine Person noch im Haus sein musste. Ein Atemschutztrupp der FF Breitenbach konnte den Vermissten bei der Durchsuchung der einzelnen Wohnungen unverletzt auffinden und in Sicherheit bringen. Der Brand wütete unterdessen im Zwischenraum der Decke des gesamten Dachstuhls. Ein weiterer schwieriger Umstand war das bestehende Blechdach. Die Brandbekämpfung vom Hubsteiger Wörgl aus konnte wegen der Deckung nicht effizient durchgeführt werden. Auch der Innenangriff mit mittlerweile 5 Atemschutztrupps musste wegen Einsturzgefahr der Holzdecken abgebrochen werden. So blieb Einsatzleiter Peter Huber nichts mehr übrig, als mit einem Kranlastwagen der Firma ATS das Blechdach langsam zu entfernen, um den Brand unter Kontrolle zu bringen.

Lob für effizienten Einsatz

Im Einsatz standen 100 Mann der Feuerwehren Breitenbach, Wörgl, Kundl, BTF Kundl und Angerberg, das Rote Kreuz und eine Polizeistreife. Ein großes Lob an die Einsatzmannschaften kam vom Chef der Landestelle für Brandverhütung, Rene Staudacher, der die Brandermittlungen am Folgetag durchführte. "Bei einem so großen Brand würden im Normalfall auch die Nachbarhäuser stark in Mitleidenschaft gezogen. Durch den umsichtigen Einsatz der Einsatzkräfte konnte Schlimmeres verhindert werden", so Staudacher. Als Brandursache wurde ein Defekt einer Elektrosteckleiste ermittelt. 

Bericht: Peter Huber; Fotos: Zoom Tirol, Inge Haimayer