Außergewöhnlicher Einsatz: Canyoningunfall in Erpfendorf

Am Freitagabend, den 05. August 2016 wurde die Feuerwehr Kirchdorf um 18.30 Uhr mit der Drehleiter zur Unterstützung der bereits im Einsatz befindlichen Bergrettung und der Feuerwehr Erpfendorf zu einem Canyoningunfall in der Taxaklamm alarmiert. Wir mussten zu einem Canyoingunfall in der Taxaklamm ausrücken. Um 19.15 Uhr wurde in Kirchdorf weitere Mannschaft durch Sirenenalarm nachalarmiert.

Durch einen Unfall einer Teilnehmerin in der Klamm musste ein Gruppenmitglied durch die Crew des Notarzthubschraubers mittels variablem Tau geborgen werden und mit schweren Verletzungen in das Bezirkskrankenhaus St. Johann geflogen werden.

Aufgrund der schwierigen und aufwendigen Bergemaßnahmen lief eine weitere Großgruppe auf die vorangegangene Gruppe auf und es kam zu einem „Stau“ in der Klamm. Weil aufgrund der anhaltenden und intensiven Niederschläge der Wasserpegel stetig und rasch anstieg, war eine Weiterbegehung der Taxaklamm nicht mehr möglich, sodass schließlich insgesamt 48 Personen (6 Canyoningguides und weitere 42 Teilnehmer) von den alarmierten Einsatzkräften terrestrisch geborgen werden mussten.

Für die Einsatzkräfte der Feuerwehren bestand die Aufgabe die Einsatzstelle Auszuleuchten und die Bergrettung bei der Bergung zu Unterstützen. Mit den drei Einsatzfahrzeugen wurden die geretteten Personen ins Gerätehaus der Feuerwehr Erpfendorf gebracht und dort von der Rettung weiterbetreut und versorgt bzw. in das Bezirkskrankenhaus nach St. Johann zur ärztlichen Behandlung gebracht.

Im Einsatz standen 75 Mann und 8 Fahrzeuge der Feuerwehren Erpfendorf und Kirchdorf mit BFK, BFKSTV und BFI, die Mitglieder der Bergrettungsortstellen St. Johann, Waidring, Kössen und Kitzbühel, der Rettungsdienst Tirol, die Schnelleinsatzgruppe der Rettung St.Johann, die Beamten der Polizeiposten Erpfendorf, der Alpinpolizei und des Bezirks-Polizeikommandos sowie die Teams des Notarzthubschrauber Christophorus 4 sowie der Libelle Tirol. Insgesamt waren 240 Einsatzkräfte bei diesem ungewöhnlichen Vorfall vor Ort.

Bericht und Fotos: OLM Christian Hinterholzer