Chlorgasalarm in Innsbruck

In einem Freibad in Innsbruck schlug am Dienstag Vormittag, 30.06.2020, eine dort gelagerte Chlorgasflasche Leck und löste Chlorgasalarm aus. Die angerückten Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr Innsbruck unter Einsatzleiterin Bereitschaftsoffizierin Brandadj. Maria Nuener, BSc lokalisierten schnell die defekte Flasche mit dem Chlorgasaustritt und legten die ersten Schutzmaßnahmen fest. Im weiteren Verlauf unterstützte auch Bereitschaftsoffizier BR Ing. Christoph Grubhofer die Einsatzleitung der Berufsfeuerwehr. Aufgrund der Gefahr, die von Chlorgas ausgeht, erfolgte zudem die Anforderung der Betriebsfeuerwehr Sandoz mit Landes-Feuerwehrchemiker ABI Mag. Manfred Holzer und der Gefahrguteinheit der FF Reichenau. Die Flasche konnte von den Einsatzkräften unter entsprechender Schutzausrüstung (Schutzstufe III) mit einer speziellen Dichtmanschette gesichert und für den Transport vorbereitet werden. Dies ermöglichte einen gut gesicherten und kontrollierten Transport mit Polizeieskorte über die gesperrten Straßen von Innsbruck in ein nahe gelegenes Recyclingzentrum, da dort weniger Gefährdungspotential während der Gefahrenbeseitigung herrscht als im Innsbrucker Stadtgebiet.

Im Recyclingzentrum angekommen war schließlich ein kontrolliertes Abgasen der Flasche möglich und das Gas wurde sogleich neutralisiert. Erstmalig zum Realeinsatz kam dabei der neue Gaswäscher der BTF Sandoz. Eine ständige Verfügbarkeit von Wasser ist bei diesem Vorgang sehr wichtig, einerseits zur Kühlung und andererseits zur Neutralisierung des Gases. Durch das schnelle Eingreifen und professionelle Agieren der Einsatzkräfte wurde größerer Schaden verhindert und die von der undichten Gasflasche ausgehende Gefahr für Bevölkerung und Umwelt gebannt.

Bilder: BF Innsbruck, FF Reichenau