Energie 21

Großübung einer Strom-Mangellage bei der Talstation der Patscherkofelbahn in Innsbruck-Igls

Im Zuge der bundesweiten Übung „Energie.21“, bei der eine Strommangellage in Österreich in den verschiedenen Krisenstäben als Planspiel abgewickelt wurde, konnten im Bereich der Talstation der Patscherkofelbahn verschiedene Szenarien bei einem Stromausfall konkret dargestellt werden.

Neben der Feuerwehr Igls und der Berufsfeuerwehr Innsbruck waren an der Umsetzung der Szenarien das Österreichische Bundesheer, das Österreichische Rote Kreuz – Freiwillige Rettung Innsbruck, die Bergrettung Innsbruck, die TiNetz Tirol und der Mobilfunk-Provider A1 beteiligt.

v.l.n.r. LFK LBD Ing. Peter Hölzl, BFKSTV BR Gerhard Mayregger, BO OBR Ing. Marcus Wimmer, LH Günther Platter, BDSTV Ing. Johann Zimmermann, BK Mag. Alexander Schallenberg, VBGM Ing. Mag. Johannes Anzengruber BSc, LFI DI Alfons Gruber, LHStv ÖR Josef Geisler, BD Mag. Helmut Hager

Beobachtet wurde die Vorführung der Szenarien an der Spitze von Bundeskanzler Alexander Schallenberg, Landeshauptmann Günther Platter, Landeshauptmann Stellvertreter Josef Geisler, Vizebürgermeister Johannes Anzengruber sowie den beteiligten Führungskräften des Landes Tirol sowie der Einsatzorganisationen.

Beim ersten Szenario wurde ein Ersatzgestänge für die Stromversorgung mithilfe eines Black Hawk Hubschraubers des ÖBH durch Mitarbeiter der TiNetz in wenigen Minuten aufgestellt. Die Berufsfeuerwehr hatte dabei die Aufgabe, den Brandschutz für den Helikopter herzustellen. Weiters war das KF-45 vor Ort und wäre als Ersatz für den Hubschrauber vorgesehen gewesen, hätte es zu keinem Einsatz durch den Hubschrauber kommen können. 

Nächstes Szenario mit Feuerwehrbeteiligung war die Evakuierung der Gondeln der Patscherkofelbahn, die durch den simulierten Stromausfall stehen geblieben war. Während die Bergrettung und der Polizeihubschrauber von den weiter entfernten Stützen die Insassen bargen, wurde die Bergung im Einfahrtsbereich in die Talstation von den Kräften der Feuerwehr Igls mittels Schiebeleiter durchgeführt. Die Einsatzleitung und -koordination mit den weiteren beteiligten Einsatzkräften übernahm ein Bereitschaftsoffizier der Berufsfeuerwehr. Kameraden der BF sorgten derweilen für die Stromversorgung mittels 40-kVA-Stromaggregats, welches durch das Raupenfahrzeug des ÖBH vor die Wiese bei der Talstation gezogen wurde, um für die Rettungskräfte eine mobile Stromversorgung für die Versorgung der Insassen aufzubauen. 

Vor den Augen der Spitzen aus Politik und beteiligter Einsatzorganisationen sowie zahlreicher Medienvertreter konnten so die verschiedenen Aufgaben vorgeführt werden, bei denen Feuerwehrkräfte gemeinsam mit den weiteren Einsatzorganisationen bei einem großen Stromausfall unter anderem Einsätze abwickeln müssten.

Bericht: BFV-I/Strobl
Bilder: BFV-I/Rippl, LFV/Wegscheider