Person unter Felsbrocken eingeklemmt

Per Sammelruf wurde die Feuerwehr Neustift i. St. am Samstag, den 04. August 2018 gegen 10:00 Uhr zu einer unter einem Felsbrocken eingeklemmten Person im hochalpinen Gelände, in der der Nähe der Franz Senn Hütte, genauer auf der vorderen Sommerwand auf ca. 2300m Seehöhe, gerufen.

Aufgrund der exponierten Lage wurden zeitgleich ein Notarzthubschrauber, sowie der Polizeihubschrauber Libelle und die Bergrettung Neustift mitalarmiert. Beim Feuerwehrhaus wurde Material für die technische Menschenrettung für die ersten Flüge vorbereitet und die Mannschaft eingeteilt. Mit beiden Hubschraubern wurden erste Mannschaften mit Material zum Einsatzort gebracht. In der Zwischenzeit wurde bei der Oberrissalm ein Bereitstellungsplatz aufgebaut um weiteres Material und Mannschaft schneller an die Einsatzstelle zu fliegen.

Schwierige Bergung

Bei der Erkundung durch den Einsatzleiter LM Marco Stern gemeinsam mit dem Notarzt des Notarzthubschraubers Martin 2 stellte sich rasch heraus, dass es sich  um eine aufwendige und schwierige Bergung handeln wird und es längere Zeit in Anspruch nimmt. Nach der Sicherung des Brockens mit Spanngurten begann man mit Hebekissen und zwei Spreizern den Brocken langsam zu heben. Wegen der instabilen Lage des Felsbrockens gestaltete sich das Anheben sehr schwierig und konnte nur in kleinen Schritten erfolgen. Nach ca. 40 min konnte der Schwerstverletzte befreit werden. Nach der Versorgung musste der Verletzte  zum Hubschrauberlandeplatz getragen werden – wurde anschließend in die Innsbrucker Klinik geflogen.

Professioneller Einsatz

Vor Ort wurden die Einsatzkräfte von den Begleitern des Verletzten beim aufwendigen Materialtransport unterstützt. Ein solcher Einsatz, bei dem man ohne Hubschrauber nicht an die Unfallstelle gelangen würde, nimmt viel Zeit in Anspruch und muss deshalb gut organisiert werden, um dem Verletzten so schnell wie möglich zu helfen. Vom Einsatzleiter wurden zwei Gruppenkommandanten für die Abwicklung beim Landesplatz bzw. beim Bereitstellungsplatz eingeteilt, um die erforderlichen Arbeiten zu koordinieren. Die Zusammenarbeit aller Einsatzorganisationen verlief bei diesem nicht alltäglichen Einsatz professionell und vorbildlich. Neue Geräte der Feuerwehr Neustift haben sich bei diesem Ereignis bestens bewährt.

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Bericht und Fotos: FF Neustift / Martin Stern

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