Update #2: Brand im Altersheim Schwaz

Eine Situation, die von den Feuerwehren immer wieder in Großübungen geprobt wird, wurde am Freitagabend in Schwaz Realität. Im Altersheim "Weidach" stand der Dachstuhl in Flammen.

Aufgrund der Größe des Brandes mussten alle 51 anwesenden Bewohner des Heimes von den Einsatzkräften evakuiert werden, was mit einem gemeinsamen Großeinsatz von Feuerwehr, Rotem Kreuz Schwaz, Polizei sowie Angestellten des Heimes bewerkstelligt werden konnte. Die Bewohner des Heimes wurden in einem ersten Schritt in die Turnhalle der neuen Mittelschule, die sich 150 Meter vom Brandobjekt entfernt befindet, gebracht. Dort wurden sie vom Roten Kreuz erfasst, von Notärzten untersucht und anschließend entweder von Angehörigen abgeholt oder im Bezirkskrankenhaus Schwaz verbracht, weil dort genügend Bettenkapazitäten für die vorübergehende Aufnahme der Bewohner vorhanden sind. Für jene Patienten, die nicht bei Angehörigen untergebracht werden können, werden Betten in den umliegenden Altenwohnheimen organisiert.

Brand Altersheim Schwaz

Der Dachstuhl des südlichen Traktes ist total beschädigt, ebenso das dritte Obergeschoß, weil sich das Feuer durch die Holzdecke nach unten ausgebreitet hat. Die Brandausbreitung in Richtung Nordflügel konnte unterbunden werden. Durch die Löscharbeiten ist in den oberen Geschoßen ein Wasserschaden entstanden, das Gebäude ist bis auf weiteres unbewohnbar. Um den umfangreichen Einsatz zu koordinieren und die weiteren Maßnahmen, sowohl das Gebäude als auch die Bewohner betreffend abzustimmen, wurde die Gemeindeeinsatzleitung unter der Führung von Bürgermeister Dr. Hans Lintner einberufen. Die Ermittlungen zur Feststellung der Brandursache sowie Untersuchungen von Experten (Statikern) betreffend der weiteren Vorgangsweise sind derzeit im Gange.

Bürgermeister Dr. Hans Lintner: "Ich möchte mich recht herzlich bei allen eingesetzten Kräften für ihre professionelle Arbeit bedanken. Ohne diese freiwilligen Strukturen, die binnen Minuten enorme Mannschaften zur Verfügung stellen können, wäre es nicht möglich gewesen, diese Großschadenslage zu bewältigen."

Im Einsatz standen:

  • FF Schwaz mit KDO, TLF, ULF, DLK, SRF, WLF3 mit AB Tank, WLF2 mit AB Atemschutz, MTF, LAST1
  • Btf Tyrolit mit LF, LAST, KLF
  • FF Stans mit TLF, LFB, MTF, LAST
  • FF Pill mit TLF, KLF1, KLF2
  • FF Vomp mit TLF, LFA, MTF
  • FF Buch mit TLF, LFB, KLF
  • FF Eben mit DLK, TLF, LFB
  • FF Wattens mit KDO, TLF, DLK, LFA Vögelsberg
  • FF Hall mit KDO, TLF, DLK
  • BFK Jakob Unterladstätter
  • BFK Stv Hansjörg Eberharter
  • BFI Stefan Geisler
  • LFI Alfons Gruber
  • 9 Mann Lageführung BFV Schwaz - MTF Strass und LAST Uderns

GESAMT: 13 Feuerwehren mit 39 Fahrzeuge und 279 Einsatzkräften

Einen detaillierten Einsatzbericht finden Sie HIER.

Bericht: FF Schwaz / Bernhard Brandl

Fotos: FF Schwaz / ZOOM-Tirol

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