Einsatzstatistik 2019 der Leitstelle Tirol

Leitstelle Tirol: Einsatzstatistik zeigt mehr als 500.000 Meldungseingänge und 385.000 Einsätze. Für die Leitstelle Tirol war das Jahr 2019 das siebte Jahr, in dem alle Tiroler Blaulichtorganisationen – mit Ausnahme der Polizei – im ganzen Bundesland durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Leitstelle Tirol alarmiert und im Einsatzgeschehen unterstützt wurden. 

Hohe Einsatzzahlen, zahlreiche nicht alltägliche Einsätze, Sondersituationen über mehrere Wochen, operativer Start der der Gesundheitsberatung „1450 – Wenn’s weh tut“ und letztlich noch eine zukunftsweisende Systementscheidung haben das außergewöhnlich spannende Arbeitsjahr gekennzeichnet. 

Blickt man auf die vergangenen Jahre zurück, sind die eingehenden Meldungen (Notrufe, Krankentransporte, sonstige Anrufe und automatische Meldungen wie Brandmeldeanlagen, elektronische Anforderungen und neu die Gesundheitsberatung) an die Leitstelle Tirol von ca. 430.000 im Jahr 2013 auf heute über 500.000, die daraus resultierenden Einsätze von 305.000 (2013) auf fast 385.000 Einsätze im Jahr 2019 gestiegen. Die Zahl der Mitarbeiter wurde mit Start der Gesundheitsberatung im vergangenen Jahr von 78 auf 86 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhöht. Das Jahr 2019 hatte neben der operativen Einführung der Gesundheitsberatung (1450) nicht alltägliche längere Wetterextreme und zudem zahlreiche Spezialeinsätze zu „bieten“ (Bombendrohungen, Gasexplosion, Abstürze von Kleinflugzeugen, A1-Telefonausfall u.a.m.). 

Sicherheit hat in unserem Land einen hohen Stellenwert. Diese Sicherheit wird in Tirol in einem hohen Ausmaß 365 Tage im Jahr, 24 Stunden am Tag gemeinsam mit den Einsatzorganisationen von der Leitstelle Tirol gewährleistet“, bedankt sich Sicherheitslandesrat LHStv. Josef Geisler bei allen Beteiligten für die hervorragende Arbeit. Neben dem normalen Tagesgeschäft haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Leitstelle Tirol immer wieder besondere Herausforderungen zu meistern. „Und sie tun das mit großer Ruhe, Umsicht und Professionalität“, freut sich Geisler. Mit Unterstützung der Leitstelle Tirol konnten die Einsatzkräfte im vergangenen Jahr sowohl die Schneesituation im Jänner, die Hochwassersituation im Juni und den massiven Wintereinbruch im November in Osttirol bewältigen. Außerdem fand mit der Nordischen Ski WM auch noch eine internationale Sportgroßveranstaltung in Tirol statt. „Weil man sich auf die Leitstelle verlassen kann, wurde auch die telefonische Gesundheitsberatung 1450 hier angesiedelt“, verweist Geisler auf eine Erweiterung des Tätigkeitsbereiches der Leitstelle Tirol. 

Im Herbst 2019 haben diplomierte Gesundheits- und KrankenpflegerInnen mit der neuen, in der Leitstelle Tirol angesiedelten telefonischen Gesundheitsberatung 1450 begonnen. In den ersten Monaten wurde die Kurzwahl 1450 über 3.300-mal gewählt und letztlich knapp 2.000 Gesundheitsberatungen durchgeführt. Die häufigsten Symptome waren bisher Schmerzen, Husten, Erbrechen, Schwindelgefühl und Grippe. Die Anrufer wurden in Folge u.a. eine ärztliche Behandlung innerhalb eines bestimmten Zeitraumes empfohlen, in einigen Fällen auch eine Akutversorgung (so rasch wie möglich) sowie in weniger als 100 Fällen mit Abschluss der Beratung auch umgehend ein Rettungsmittel disponiert. 

Die Zusammenarbeit zwischen der Leitstelle Tirol und dem Zivil- und Katastrophenschutz des Landes, insbesondere der Landeswarnzentrale, dem Lawinenwarndienst und den Mitarbeitern der Funktechnik, ist und war hervorragend. Gerade die einsatzreichen Tage im Jänner, Juni und November haben dies erneut bestätigt.“, erklärt HR Dr. Herbert Walter, Aufsichtsvorsitzender der Leitstelle Tirol. 

Innerbetrieblich wurde im letzten Jahr eine wichtige Entscheidung betreffend Ablöse des bestehenden Einsatzleit- und Kommunikationssystems getroffen. Im Zuge einer Ausschreibung konnte Ende November der Zuschlag an die Firma Hexagon (Intergraph) mit ihren Partnern Convexis (Geoplattform rescuetrack) und dem Sprachkommunikationssystem von Strabag Infrastructure & Safety Solutions vergeben. „Ab dem Frühjahr 2021 werden die neuen Systeme die bisherigen auch operativ ablösen und letztlich auch zu einer Reduktion der technischen Komplexität führen“, berichtet Mag. Bernd Noggler, Geschäftsführer der Leistelle Tirol. 

 „Am 17.02.2019 hatte die alpine Rettung mit 172 sowie die NAH’s mit 106 Alarmierungen ihren stärksten Tag. Der 18.02.2019 war mit in Summe 1.736 Alarmierungen der stärkste Tag des Jahres (auch der stärkste Tag für den Rettungsdienst mit 788 Disponierungen). Abgerundet wurden diese intensiven Tage am 19.02.2019, welcher mit 820 Krankentransporten ebenfalls das Jahresmaximum bot. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren an diesen Tagen somit extrem belastet“, führt Noggler aus. 

Ich bin stolz auf unsere Mannschaft, die sich auch in stressigen Zeiten nicht aus der Ruhe bringen lässt, kühlen Kopf bewahrt und zum Wohle der Hilfesuchenden ihre Aufgaben erledigt. Das haben die Kolleginnen und Kollegen des Einsatzbetriebes sowie unserer Stabstellen im vergangenen Jahr mehrmals eindrucksvoll bewiesen“ schließt Mag. Noggler

Die genaue Übersicht der Einsatzzahlen sowie weitere Infos über die Leitstelle Tirol finden Sie HIER

Fotos: Leitstelle Tirol, zeitungsfoto.at